SacheGeplantRaumgreifend

Rhetorik-Typ

Stratege

Planer · raumgreifend

Du kommst mit einem klaren Plan in den Raum und vertrittst ihn mit Nachdruck.

Einführung

Andere erleben dich als souverän, kompetent und zielstrebig. Manche empfinden dich als unnahbar oder wenig offen für andere Meinungen.

Du kommst nicht mit einer Idee in den Raum, du kommst mit einem Plan

Montag, 9 Uhr, Jour fixe. Die anderen bringen ein paar Stichworte mit oder eine offene Frage. Du bringst eine Empfehlung mit, drei Gründe dafür und eine Folie mit den Zahlen.

Das ist der Typ Stratege. Du denkst von der Sache her, du bereitest dich vor und du sagst deine Meinung so, dass man sie hört.

Wenn du sprichst, merkt man, dass du dir das vorher überlegt hast. Du wirkst überzeugt. Meistens bist du es auch.

Nicht selten ist genau das der Grund, warum man dir Verantwortung gegeben hat. Wer klare Vorlagen liefert und sie auch vertreten kann, fällt auf. Im Team, beim Chef, in der Geschäftsleitung.

Drei Vorlieben, die zusammen deinen Stil ergeben

Der Test misst drei Achsen. Bei dir schlagen sie in eine Richtung aus, die man im Büro sofort erkennt.

Jede Achse für sich ist nichts Besonderes. Erst die Mischung macht den Strategen aus.

  • Sache statt Menschen

    Du überzeugst mit Zahlen, Fakten und einer sauberen Begründung. Persönliche Geschichten findest du in einer Präsentation oft überflüssig. Bei einem Einwand prüfst du zuerst, ob er sachlich stimmt.

  • Geplant statt spontan

    Du legst vorher fest, mit welchem Satz du beginnst, mit welchem du aufhörst und wie viel Zeit jeder Teil bekommt. Wenn eine Besprechung von der Tagesordnung abweicht, stört dich das.

  • Raumgreifend statt zurückhaltend

    Wenn eine Diskussion stockt, ergreifst du das Wort. Wenn du etwas beizutragen hast, wartest du nicht, bis dich jemand fragt. In Besprechungen gehörst du zu denen, die am meisten sprechen.

So erleben dich die anderen

Für dein Umfeld bist du die Person, auf die man zählen kann, wenn eine Entscheidung fallen muss. Du wirkst souverän, kompetent und zielstrebig.

Deine Chefin weiß, dass deine Vorlage durchdacht ist. Dein Team weiß, wohin es geht. Das ist im Alltag einer Abteilung viel wert.

Es gibt aber auch die andere Seite. Manche erleben dich als unnahbar. Andere haben den Eindruck, dass deine Entscheidung schon gefallen ist, bevor das Meeting begonnen hat.

Oft stimmt das sogar. Genau dort beginnt das Thema, um das es auf diesen Seiten immer wieder geht.

Dein heikelster Moment ist der Widerspruch

Solange alles läuft wie geplant, bist du stark. Schwierig wird es bei dem Einwand, mit dem du nicht gerechnet hast.

Jemand aus der Runde sagt: „Ich sehe das ganz anders.“ Oder der Geschäftsführer fragt nach einer Annahme, die du selbst nie in Frage gestellt hast.

Weil du deinen Plan durchdacht hast, fühlt sich Kritik daran schnell wie Kritik an dir an. Dann passiert etwas, das man von außen gut sieht. Du wirst starr. Du wiederholst dein Argument, nur lauter. Du blätterst zur Folie mit den Zahlen zurück und erklärst sie ein zweites Mal.

Für dich ist das Gründlichkeit. Für den Raum sieht es aus, als müsstest du dich verteidigen.

Dir fehlen selten die Argumente. In diesem Moment fehlt dir ein Weg, den Einwand aufzunehmen, ohne in die Verteidigung zu gehen.

Wie du dich von verwandten Typen unterscheidest

Mit dem Typ Architekt teilst du die Gruppe der Planer: Sache im Blick, Auftritt mit Plan. Der Architekt hält sich aber zurück und kämpft eher mit der Anspannung vor dem Auftritt. Du gehst nach vorne und kämpfst eher mit dem Gegenwind während des Auftritts.

Der Typ Debattierer ist ähnlich sachlich und ähnlich präsent wie du. Er argumentiert aber aus dem Moment heraus und hat für jede Lage zehn neue Argumente. Du hast eine Linie, die du vorher gezogen hast, und willst sie durchbringen.

Der Typ Inspirator plant wie du und füllt wie du den Raum. Er überzeugt über Geschichten, du über Zahlen. Bei euch beiden ist die unerwartete Frage die verwundbare Stelle.

Ein Typ ist ein Schwerpunkt, keine Schublade. Wenn du dich in einzelnen Punkten nicht wiederfindest, ist das kein Fehler im Ergebnis. Nimm, was zu dir passt, und lass den Rest liegen.

Typ Stratege: Diese Menschen kennst du vielleicht

Unsere Einschätzung nach öffentlichen Auftritten. Diese Menschen haben den Test nicht gemacht.

Helmut Schmidt
Warum?

trat mit klarer Linie auf und vertrat seine Position mit großem Nachdruck

Margaret Thatcher
Warum?

bereitete ihre Auftritte gründlich vor und blieb bei ihrem Kurs, auch gegen Widerstand

Winston Churchill
Warum?

bereitete seine Reden genau vor und trug sie mit großer Bestimmtheit vor

Christine Lagarde
Warum?

tritt souverän auf, gut vorbereitet und mit klarer Linie

Jeff Bezos
Warum?

setzte auf schriftlich vorbereitete Besprechungen und klare Zahlen

Sheryl Sandberg
Warum?

hält strukturierte Vorträge mit Daten und einer klaren Forderung

Indra Nooyi
Warum?

spricht mit klarem Kurs, gut vorbereitet und mit Nachdruck

Wie wirkst du wirklich?

Der Test zeigt, wie du dich selbst siehst. Im kostenlosen Analysegespräch schauen wir uns an, wie du auf andere wirkst, und du bekommst einen konkreten Plan für deinen nächsten wichtigen Auftritt.

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