Dein nächster Schritt
Dein typischer Hebel im PEAK-Rhetorik-System™
Einfluss & Erscheinung
Was du im Zweiergespräch hast, fehlt dir vor Gruppen: Präsenz. Stimme, Haltung und Blick entscheiden, ob man dich auch dort ernst nimmt. Genau das lässt sich gezielt trainieren, ohne dass du lauter oder ein anderer Mensch werden musst.
Beende in deinem nächsten Meeting jeden wichtigen Satz mit der Stimme nach unten, wie mit einem Punkt. Danach zwei Sekunden Pause und Blickkontakt halten, bevor du weitersprichst. Wer am Satzende mit der Stimme hochgeht, klingt wie eine Frage. Wer absenkt, klingt wie eine Aussage.
Was du schon mitbringst
Mit Menschen reden kannst du besser als die meisten. Das brauchst du nicht zu lernen.
Du hörst zu, du triffst den Ton, du spürst die Stimmung und du gehst mit, wenn ein Gespräch eine andere Richtung nimmt. Andere brauchen dafür Jahre.
Was fehlt, ist etwas anderes. Deine Fähigkeiten kommen in großen Runden, vor der Geschäftsleitung und vor Publikum nicht so an, wie sie es verdienen.
Dein Hebel im PEAK-Rhetorik-System™
Das PEAK-Rhetorik-System™ teilt Rhetorik in vier Bereiche: Psyche & Puls, Einfluss & Erscheinung, Architektur & Argumentation sowie Konter & Kontrolle.
Für deinen Typ liegt der größte Hebel typischerweise bei Einfluss & Erscheinung. Das ist der Bereich für Präsenz, Stimme und Status im Raum. Stimme, Haltung und Blick entscheiden, ob man dich auch vor Gruppen ernst nimmt.
Genau das lässt sich gezielt trainieren, ohne dass du lauter oder ein anderer Mensch werden musst. Du lernst, deiner Art im großen Raum mehr Gewicht zu geben.
Hat dein eigenes Testergebnis einen anderen Bereich als niedrigsten Wert gezeigt, fang dort an. Dein persönliches Profil geht vor dem typischen Hebel.
Lauter werden brauchst du nicht. Es reicht, wenn du in großen Runden so wirkst, wie du im Gespräch längst bist.
Dein Plan für die nächsten vier Wochen
Vier Wochen, ein Schwerpunkt pro Woche. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf und braucht keine zusätzliche Zeit, weil du ihn in deinen normalen Terminen übst.
Wenn du nur eine Woche schaffst, dann die erste. Sie verändert am meisten.
Übung
Vier Wochen für mehr Präsenz
- Woche 1, Stimme: Beende in jedem Meeting jeden wichtigen Satz mit der Stimme nach unten, wie mit einem Punkt. Danach zwei Sekunden Pause und Blickkontakt halten, bevor du weitersprichst. Eine Aussage klingt dann wie eine Aussage und nicht wie eine Frage.
- Woche 2, Zeitpunkt: Melde dich in jeder Besprechung in den ersten zehn Minuten. Am leichtesten mit einem Satz, der an etwas Gesagtes anknüpft und deine Position direkt dahinter setzt. Notier dir jedes Mal die Minute deines ersten Beitrags.
- Woche 3, Klarheit: Streich in Mails und im Gespräch die Weichmacher „eigentlich“, „vielleicht“, „nur kurz“. Bei jedem Einwand sagst du zwei Sätze, einen mit Verständnis und einen mit deinem Standpunkt.
- Woche 4, Auftritt: Nimm eine Präsentation oder eine Teamansprache und sprich jeden Gedanken zu einer einzelnen Person, bevor du zur nächsten wechselst. Film eine Probe vorher mit dem Handy und schau sie dir einmal ohne Ton an: Wie stehst du, wohin schaust du?
- Am Ende der vier Wochen: Was ist dir leichtgefallen? Wo hast du am meisten nachdenken müssen? Such dir den einen Punkt aus, an dem du weitermachst.
Was du nicht ändern musst
Du brauchst nicht in jedem Meeting zu sprechen. Und du sollst auch nicht zu jemandem werden, der jede Diskussion an sich reißt.
Such dir die zwei, drei Runden in der Woche aus, in denen es wirklich um etwas geht. Dort setzt du an. In allen anderen darfst du zuhören wie bisher.
Dein Zuhören, dein Feingefühl und deine Spontaneität bleiben. Sie bekommen nur einen Rahmen, in dem man sie auch aus der letzten Reihe sieht.
Woran du merkst, dass es wirkt
Achte in den nächsten Wochen auf kleine Zeichen. Du wirst seltener unterbrochen. Man fragt dich im Meeting nach deiner Meinung und nicht erst danach im Flur.
Deine Vorschläge bleiben mit deinem Namen verbunden. Und dein erster Beitrag rückt in der Besprechung nach vorne, von Minute zwanzig auf Minute fünf.
Der Test zeigt dir, wie du dich selbst siehst. Wie du tatsächlich wirkst, sieht man nur von außen. Wenn du dir das gemeinsam anschauen willst, ist das kostenlose Analysegespräch ein guter Anfang.